Verein der Gartenfreunde Süd-Lehe E.V.
Verein der Gartenfreunde Süd-Lehe E.V.

Vereinsgeschichte zweiter Teil aus der Sicht des Jahres 2015

In diesem Jahr besteht der Verein der Gartenfreunde Süd-Lehe e.V. 83 Jahre.

 

Dem Chronisten und Ehrenmitglied des Vereins Rolf Panzer, haben wir zu danken, dass nichts über die Vereinsgeschichte, von 1932 bis 1992, verloren gegangen ist. Damit es dabei bleibt, möchte ich über die letzten 23 Jahre berichten.

 

Alle Vorsitzenden seit 1992, also nach Günter Scholl, sollen hier genannt und gewürdigt werden. Sie hatten immer nach ihren Möglichkeiten das Beste für den Verein getan. Verges-sen wollen wir auch nicht die ungenannten Vorstandsmitglieder und Gartenfreunde wie Wegewarte, Wassermänner, Gerätewarte und jene Mitglieder, die sich uneigennützig für den Verein eingesetzt haben und ohne die ein Verein nicht funktioniert.

 

Vorsitzende waren danach in Reihenfolge die Gartenfreunde/innen, Hans Reiss (Busch-kämpen), Fritz Hildebrand, Herbert Stock, Bettina Stock, Rainer Stöver (alle Geeste-Aue) und wieder Bettina Stock, jetzt Abschnitt Buschkämpen.

 

Gartenfreund Heinz Otten (Buschkämpen), Karl-Heinz Stössel (Geeste-Aue) und Rolf Panzer (Geeste-Aue) standen dem BZV Bremerhaven als Vorsitzende vor. In diesem Verband waren und sind Mitglieder aus unserem Verein aktiv.

 

Es existieren immer noch 104 Gärten. Im Abschnitt Buschkämpen am Dorumer Weg bewirt-schaften wir 44 Parzellen, im Abschnitt Geeste-Aue, auf dem Kleingartengelände Ackmann, sind es 60 Parzellen.

 

2007 feierten wir das 75jährige Vereinsjubiläum in unserem Vereinsheim am Dorumer Weg.

Dieses Haus ist 1948 errichtet und 1970 erweitert worden. In den letzten 6 Jahren kamen einige Erneuerungen dazu. Fenster, Heizung, Tische, Stühle, Geschirr und der Innenraum ist farblich neu gestaltet worden.

 

Befürchtungen und Sorgen der Kleingärtner aus den 70er Jahren sind verdrängt. Heute quälen uns Vorstände andere Themen. Gab es früher lange Wartelisten um freiwerdende Gärten, geht es heute um erheblichen Leerstand und Nachwuchsmangel. Verlassene Gärten und unauffindbare Pächter sind keine Ausnahmen mehr. Um alles in den Griff zu bekommen, belasten Anwaltskosten und Gerichtstermine die Vereinskasse sowie auch unsere kostbare Zeit. Außerdem hatte uns ein Ereignis mit noch nicht absehbaren Folgen überrollt.

 

Ab 01.10.2012 haben sich die Eigentumsverhältnisse unseres Areals Abschnitt Geeste-Aue verändert. Waren wir bisher immer Pächter der Stadt und hatten einen verlässlichen Eigentümer, so sind wir jetzt vom Verein „Bremerhaven-Lehe“, abhängig. Trotz eines einstimmigen Votums aller Mitglieder in einer emotionalen Abschnitts-Versammlung gegen diese Maßnahme, hatte dieser Nachbar vom Ackmanngebiet unser Gelände durch ein Tausch-verfahren von der Stadt erworben. Es bleibt zu hoffen, dass die Befürchtungen und Ängste des momentanen Vorstandes für die Zukunft des Vereins „Süd-Lehe“ gegenstandslos bleiben.

 

Der Trend geht jetzt mehr zu den „abs“, wenn ich den Begriff vom Chronisten Gfd. Panzer aufgreife. Fördermittel seitens der Stadt wurden gekürzt. Unabhängig davon hat sich die Anzahl der Leerstände vergrößert. Der Grund liegt einmal mehr im Schwund der Einwohnerzahl Bremerhavens und der abnehmenden Bereitwilligkeit junger Familien, sich in einem Kleingarten zu erholen, mit all seinen Pflichten.

 

Alle Vereine im BZV Bremerhaven sind davon betroffen, die Zukunft des Kleingartenwesens, wenn der Trend so weiter anhält, befindet sich in Gefahr. Auch diese Probleme sollten in einer Chronik angesprochen werden und nicht in Vergessenheit geraten. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass der Chronist im Jahre 2032, also zu unserem 100jährigen Jubiläum, positiveres zu berichten hat und unsere Ängste nicht nachvollziehen kann.

 

gez. Reinhard Scholz 2015

 

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© Lars Stiewe